Denke an eine Situation aus deinem Leben, als du

ETWAS GEMACHT HAST, DAS DU NICHT TUN WOLLTEST

oder

ETWAS NICHT GETAN HAST, DAS DU EIGENTLICH TUN WOLLTEST!

*

Hast du eine?

Bei der Methode des  Forumtheater nach Augusto Boal sind es diese authentischen aus der Lebensrealität der „Zuschauspielenden“ erzählten und von ihnen inszenierten Szenen, die das Skript des Dramas bilden. Die Trennung von Schauspielenden und Publikum ist aufgehoben, denn sie trennt die Menschen in aktiv und passiv denkende und handelnde Gruppen. Das von Boal geschöpfte Wort der „Zuschauspielenden“  tritt an die Stelle. Statt einer Bühne und eines Zuschauerraumes gibt es nur ein Forum für alle, das heißt ein Ort ohne Hierarchie, oben oder unten, das jede*n zum intervenieren im Drama des anderen einlädt. Das Forum entscheidet in Form einer offenen Theaterwerkstatt wie die Konfliktsituation – mit theatralen Mitteln zugespitzt, um Konflikt und Konfliktparteien klar erkennbar zu machen – alternativ verlaufen könnte. Nicht ein Regisseur entscheidet über den Verlauf der Geschichte, sondern, jede*r, der sich traut sein*ihre Ideen in Körper, Stimme, Spiel einzubringen. Der*Die Spielleitende agiert vorallem als Moderator*in und leitet durch die Methoden, die aufeinnader aufbauend den Prozess der Selbstreflexion und Selbstermächtigung anstreben.